Postpartale Depression

Wenn Mama Ständig Traurig Ist

Vor einigen Wochen rief mich eine Mutter an, die mir erzählte, dass seit der Geburt ihrer Tochter es ihr schwer fällt eine gute Verbindung zu ihr aufzubauen. Sie sprach davon, dass ihr liebevolle Gefühle fehlen und sie nicht das Glück empfinden kann, was sie erwartet und sich gewünscht hatte. Diese Mama fühlte sich schuldig mit ihren Gedanken und Gefühlen. Sie traute sich nicht jemanden anderen davon zu erzählen. In ihrer Schwangerschaft hatte sich so auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Kind gefreut, hatte das Babyzimmer liebevoll gestaltet und mit ihrem Partner einen schönen Namen ausgesucht. Nach einer traumatischen Geburt konnte sie ihr Kind nicht sofort in den Arm nehmen und Telefon erzählt sie MIR, dass ihr seitdem an positiven Gefühlen fehlt. 


Dass Frauen nach der Geburt Gefühle von Erschöpfung, Hilflosigkeit und Überforderung empfinden ist vollkommen normal. Die neue Situation und das Durcheinander an Gefühlen und Hormonen bringen junge Mamas schnell an ihre Grenzen. Bleibt dieses Gefühl für die ersten sieben bis zehn Tage sprechen wir vom sogenannten Babyblues. Fühlt die Mutter sich jedoch nach weiteren Tagen und Wochen immer noch erschöpft und ausgebrannt ist es wichtig sich schnell Hilfe zu suchen. Denn hier könnte es sich um eine postpartale Depression handeln, die behandelt werden muss.


Nach wenigen gemeinsamen Gesprächen erzählt mir die Mutter, dass sie sich schon viel besser fühlt. Sie fühlt sich nicht mehr schuldig, da sie verstanden hat dass sie an einer depressiven Phase nach der Geburt leidet. Offen über ihre nicht gewünschten Gefühle zu sprechen, Auszeiten für sich zu planen um sich nicht zu überfordern und den Blick auf positive Momente zu richten hilft vielen Frauen aus der postpartalen Depression. 


In meinem Interview mit "echte Mamas" erzähle ich ein bisschen mehr über die Behandlung von Müttern, denen der Start mit ihren Kindern schwer fällt. 


https://www.echtemamas.de/sie-vegetierte-nur-noch-vor-sich-hin-postpartale-depression-wie-eine-therapeutin-muettern-hilft/