· 

Wenn Mein Baby Ständig weint

Warum Überleben Und Warten Das Es Besser Wird, Auch Keine Option Sein kann

Wenn dein Baby viel weint und ständig unzufrieden ist, kommst du schnell an deinen Grenzen
Wenn dein Baby viel weint und ständig unzufrieden ist, kommst du schnell an deinen Grenzen

Immer wieder lesen ich in Emails an mich, bei Instgram Beiträgen und Facebookgruppen von Müttern die vollkommen erschöpft sind. 


Monatelang haben sie ihr Kind getragen, gewackelt, besungen, gestillt, eine Flasche nach der Nächsten zubereitet. Sie haben selbst vergessen zu trinken, zu essen oder zu duschen, es fehlt ihnen an sozialen Kontakten und richtig geschlafen haben sie ewig nicht mehr. 


Diese liebevollen Mamas, die täglich das Beste für ihr Kind geben wollen, haben meist ihre Kraft verloren, sind nicht mehr so geduldig, werden öfter wütend auf ihr die Situation, ihr Kind, ihrem Partner und dann wieder auf sich selbst. Sie suchen nach Hilfe, haben Freunde und die Familie befragt, den Kinderarzt, einen Osteopathen, evtl Heilpraktiker oder pädagogische Fachkräfte. Immer wieder kriegen sie zu hören, dass ihr Kind sie total im Griff hat und sie nun endlich mal ihr Kind schreien lassen sollen. 


Diese bedürfnisorientierten Mamas wissen genau: Mein Kind allein zu lassen wenn es traurig, verzweifelt oder wütend ist, ist nicht der richtige Weg. 


Das ein Kind nicht alleine sein soll mit seinen Gefühlen bedeutet nicht, dass negative Gefühle deswegen nicht existieren dürfen
Das ein Kind nicht alleine sein soll mit seinen Gefühlen bedeutet nicht, dass negative Gefühle deswegen nicht existieren dürfen

Was jedoch gleichzeitig nicht passieren darf ist, dass Mütter sich selbst nicht mehr im Blick haben und für die Zufriedenheit ihrers Kindes (die meist dadurch auch nicht hergestellt wird) Ihre grundlegenden Bedürfnisse außer Acht lassen.


Denn genau so schädlich wie sein Kind allein in seiner Trauer zu lassen ist es, nur noch im Überlebensmodus zu existieren. 


In vielen Gruppen zum Thema Schreibaby und High-need Kinder finden Mütter endlich Gleichgesinnte. Endlich finden sie Verständnis und Empathie. Endlich weiß die Mama "Ich bin nicht allein!"


Hier wird darüber gesprochen wie schlecht die Nächte sind, was noch beim einschlafen hilft und gemeinsam feiern sie erste Erfolge, wenn das Kind endlich mal etwas mehr zufrieden war. Es ist ein unglaublich erholsames Gefühl endlich sein Leid teilen zu können. 


Ein Tipp ist jedoch meiner Meinung viel verbreitet, aber absolut nicht hilfreich. Wenn Mütter nach den Erfahrungen anderer fragen kommen oft die Aussagen wie "Es wird schon irgendwann besser" "Die nächsten Monate musst du noch überleben" "Augen zu und durch"... 


Ja, die Bedürfnisse unserer Kinder müssten meist an erster Stelle stehen, denn sie können sich selbst noch nicht kümmern und ja, gefühlsstarke Kinder brauchen meist von allem ein bisschen mehr. 


Aber es kann KEINE Option sein, täglich über seine Grenzen zu gehen, sich nur noch erschöpft zu fühlen und keine Freude mehr am Alltag mit seinem Kind zu haben.


Was Tun, Wenn Ich Nicht Mehr Kann?

Suche dir Hilfe! Geb Aufgaben ab!


1. Aufgaben ohne Baby


Einkaufen, Wäsche waschen, kochen... Es gibt viele Aufgaben, die andere übernehmen können, ohne dass du dafür dein Kind abgeben musst. Der Papa, die Eltern, eine Freundin, ein Haushaltshilfe... Überlege dir, wer Reserven hat um dir zu helfen. Die größte Herausforderung dabei ist es über seinen eigenen Schatten zu springen. 

Fällt es dir am Anfang schwer:

Manchmal hilft es auch sich Aufgaben zu teilen. So kann man sich mit lieben Freundinnen abwechseln, um das Essen machen. Oder kleine Einkäufe können mal von den Eltern erledigt werden, dafür kannst du ab und zu etwas anderes übernehmen.


Sei dir im Klaren, dass diese Hilfe begrenzt ist. Es wird wieder eine Zeit geben, an der du all das alleine machen kannst, wenn du das möchtest. Und dann kannst du auch all die Hilfe die Du nun in Anspruch nimmst zurückgeben. Gestehe Dir ein, dass du jetzt Unterstützung brauchst!



2. Aufgaben mit Baby


Vielen Müttern fällt es schwer Ihr Baby oder Kind bei anderen zu lassen. Besonders gefühlsstarke Kinder oder high need Baby lassen sich nicht so schnell von fremden Leuten betreuen. Sei dir im Klaren, dass der Papa oder deine Eltern keine fremden Menschen sind. Auch hier kann dein Kind eine sichere Bindung und eine liebevolle Bezugsperson finden.Das braucht für dein Kind und für die Bezugsperson vor allem Zeit und Übung. Gib dein Kind an eine Person, der du vertraust. Dein Kind wird merken, dass es hier einen sicheren Platz hat. Erlaube anderen anders mit deinem Kind umzugehen. So lange diese neuen Bezugspersonen liebevoll und bedürfnisorientiert mit deinem Kind umgehen, ist es gut aufgehoben.



Stelle sicher, dass du die gewonnen Zeit für dich nutzt!


Denn bedürfnisorientiertes Leben hört nicht bei den Eltern auf!


Brauchst du Unterstützung bei der Umsetzung? 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0