· 

Babyschlaf Und Bindung

Nähe und Sicherheit sind wichtige Faktoren für einen ruhigen Babyschlaf
Nähe und Sicherheit sind wichtige Faktoren für einen ruhigen Babyschlaf

Warum Sicherheit So Wichtig Für Den Schlaf Unserer Kinder Ist

Ein Baby wird geboren, nackt und schutzlos kommt es in unsere Welt und somit ist körperliche Nähe und Sicherheit am wichtigsten für unsere Kleinen, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Eine der wichtigsten Entwicklungensaufgaben im ersten Lebensjahr ist eine sichere Bindung zu mindestens ein bis zwei, oder natürlich auch mehr Personen aufzubauen. Warum ist diese Bindung jedoch auch wichtig für einen ruhigen Schlaf? 


In den ersten Lebensmonaten sind Mama und Papa die wichtigsten Bezugspersonen. Hier bekommen sie körperliche Nähe und Schutz und fühlen sich so sicher und geborgen. Die Eltern sind dafür da, um die Bedürfnisse ihres Kindes gut im Blick zu haben und ihnen Nähe, Sicherheit, Nahrung und Liebe zu geben. Dies kann übrigens Papa genau so gut wie Mama! 



Auch Väter Können Nähe und Sicherheit geben
Auch Väter Können Nähe und Sicherheit geben

Ab dem 3. Lebensmonat können Kinder ihre Bezugspersonen von anderen Menschen deutlich unterscheiden. Sie wenden sich mit ihren Bedürfnissen direkt an Sie. In der Regal ist die Mutter die erste Bezugsperson. Dies ist meist bedingt durch die körperliche Nähe durchs stillen und somit ganz natürlich angelegt. Damit übernehmen Mütter auch sehr oft die Abendrutine und bringen ihre Babys ins Bett. Es ist jedoch auch schon in den ersten Monaten absolut möglich, Vätern diese Aufgaben zu übergeben, um Papa und Kind schon früh die Möglichkeit zu geben, eine gute und stabile Bindung aufzubauen. Und bei der Person, bei der ich mich sicher fühle, kann ich auch gut in den Schlaf finden. Das heißt übrigens nicht, dass es immer leicht ist! Es heißt aber sehr wohl, dass es auch ein sicherer Ort ist! 



Ab dem 7.-8. Monat beginnen Kinder sich immer mehr fortzubewegen. Viele Kinder sind in ihrer geistigen und sozialen Entwicklung so weit, dass sie kurze Trennungen von ihren ersten Bezugspersonen gut verkraften könnnen und neue Bindungspersonen, wie Großeltern und gute Bekannte aufnehmen können. 


In dieser Zeit beginnt eine ständige Rückversicherung von unseren Kindern. Durch Verhaltensweisen wie Weinen, Rufen, Anklammern, Nachfolgen oder Nähe suchen, stellen Babys und Kinder Nähe zu ihren Bindungs- und Bezugspersonen her. Es ist wichtig liebevoll und bedürfnisorientiert auf diese Rufe einzugehen. Je mehr ein Kind erfährt, dass es Nähe und Fürsorge durch seine Rufe bekommt, um so sicherer ist sein Bindungsverhalten und seine Bindungserfahrung in dem ersten Jahr. Als Mutter und Vater oder auch als weitere, enge Bezugsperson sein Kind zu ermutigen Dinge allein zu schaffen, wie beispielsweise sich fünf Minuten alleine zu beschäftigen, hilft bei der Entwicklung der eigenen Selbstständigkeit.


Ab dem 1. Lebensjahr beginnt die Autonomiephase, in der dein Kind weiter danach strebt sich selbst zu entwickeln, eigene Wege auszuprobieren und gleichzeitig immer wieder in den sicheren Hafen zurück zu kehren möchte. 

Immer wieder eine sichere Bindung zu erleben hilft Kindern auch im Schlaf, Ruhe und Geborgenheit zu finden. Deshalb ist es wichtig am Tag gut auf die Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen, damit sie sich sicher und geborgen fühlen können. In dem wir ihnen weiteren wichtige Bindungspersonen die Möglichkeit geben, eigene individuelle Bindungen zu unseren Kindern zu entwickeln, geben wir ihnen auch die Möglichkeit, unsere Kinder langfristig in den Schlaf zu begleiten und beim Aufwachen für sie da zu sein.


Kinder kommen mit verschiedenen Temperamenten zur Welt und brauchen somit auch unterschiedlich viel Sicherheit, um sichere Bindungserfahrungen machen zu dürfen. Hilfreich für eine sichere Bindung ist aufmerksam gegenüber seinem Kind zu sein und auf seine Fürsorge- und Bindungsbedürfnisse zeitnah einzugehen. Wenn dein Kind weint und schreit, reagiere sofort darauf und begleite es in seiner Not. Eltern brauchen keine Angst zu haben ihr Kind zu sehr mit seiner Anwesenheit und Zeit zu verwöhnen.  


Sei für dein Kind da und gib ihm die Gelegenheit mit dir zu spielen, zu sprechen und Bindungserfahrungen zu sammeln. Zeig ihm gleichzeitig deine Freude wenn es sich für seine Umgebung interessiert und selbständig seine Erfahrungen sammelt. Fühlt sich dein Kind am Tag sicher gebunden und kann damit auch neue Lernerfahrungen machen, so ist dies auch ein wichtiger Baustein, um gut in den Schlaf zu kommen. 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0