Bedürfnisorientiertheit Mit Schreibaby

Geht Das Überhaupt Mit Gefühlsstarken Kindern?

Manchen Babys fällt es schwer, in unserer Welt anzukommen. Diese "Schreibabys" kommen meist schon mit deinem starken Temperament auf die Welt. Sie weinen viel, brauchen enorm viel Nähe und sind gefühlt dauerhaft unzufrieden.  Auch in der Autonomiephase sind sogenannte High need Kinder oft sehr fordernd und benötigen von ihren Eltern viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Begleitung.

Etwas 1/10 aller Babys kommen mit einem starken Temperament zur Welt. Die weinen viel, lassen sich wenig bis gar nicht ablegen und brauchen somit dauerhaft Körperkontakt zu seiner Bezugsperson.


Oft höre ich Mamas sagen:


"Ich gebe doch schon alles, was hat er denn nur?" 


"Ich verstehe einfach nicht, warum sie immer noch weint"


"Neue Windel, gerade gefüttert, gerade geschlafen, du bist bei mir.... was denn noch?"


Viele Mütter haben sich vor der Geburt mit der bedüfnisorierten Erziehung auseinander gesetzt. Bei Schreibabys und High-need Kindern kommen viele dann an ihre Grenzen. 

Kinder brauchen viel Nähe
Kinder brauchen viel Nähe

Gefühlsstarke Kinder können oft ihre Bedürfnisse nicht klar äußern, dafür aber immer recht laut und intensiv. Oft brauchen sie auch einfach etwas mehr als das "Anfängerbaby" oder die "Durchschnittskinder". Dies bringt Eltern durcheinander und lassen sie an ihrer eigenen Kompetenzen zweifeln. Und vor allem verlieren sie dadurch den Blick auf ihrer eigenen Bedürfnisse.


So beginnt oft ein Teufelskreis

Drei Tipps Für Einen Bedürfnisorientierten Und Achtsamen Alltag Mit Schreibaby

1. Achte auf dich


Das wichtigste, was den meisten Eltern von highneedbabys sehr schwer fällt, ist es auf sich selbst zu achten. Im Alltags Stress fallen WICHTIGE Bedürfnisse der Mütter und Väter nach Nahrung (und ich meine nicht Schokolade), Ruhe und Schlaf hinten runter. Was in den ersten Monaten auch noch vollkommen normal ist und gerade bei den Müttern durch die Hormone unterstützt wird, muss gut im Auge behalten werden. Denn in der Regel entsteht für die Eltern von gefühlsstarken Kindern auch nach Monaten der intensiven Betreuung ein Defizit an Selbstfürsorge. Und wenn man nicht mehr gut für sich selbst sorgt, kann man auch nicht gut für sein Kind sorgen Punkt aus diesem Grund ist es wichtig von Anfang an darauf zu achten sich regelmässig etwas Gutes zu tun, denn so tut man auch regelmäßig seinem Kind etwas Gutes.

 2. Reagiere achtsam und ruhig auf dein Kind


Das Leben mit einen Schreibaby ist geprägt von viel Stress und dem Gefühl ständig präsent sein zu müssen. Das Problem dabei ist, dass man so bei der Versorgung seines Kinder ständig in innerer Anspannung ist. Das spüren auch schon die kleinsten. Wenn dein Kind schreit, wütet oder unzufrieden ist, atme erst einmal durch und sag dir, dass du eine tolle Mama und ein toller Papa bist. Du gibst alles was du kannst und manchmal reicht das einfach nicht für unsere Zwerge. Und weißt du was, auch das ist nicht schlimm. Denn auch negative Gefühle dürfen existieren und da sein. Indem du selbst ruhig bist und für dein Kind da bist ist mehr getan, als wenn du dein Kind vollkommen überlastet und müde den ganzen Tag durch die Gegend trägst. 

3. Vergleiche dich nicht


Das Baby von xy schläft einfach unter dem Spielebogen ein, das Kind von xz schläft immer ganz entspannt im Kinderwagen.

Ja, es gibt Kinder die ruhiger und entspannter sind als dein Kind, es gibt Mütter die mehr Zeit für sich haben. Und ich verstehe, das mit anzusehen kann ganz schön frustrierend sein. Darum bitte lass das. Erkenne eure schönen Momente, auch wenn sie vielleicht anders sind als wie du es dir vorgestellt hast. Umgehe dich nur mit Menschen, die dir gut tun! 

Bedürfnisorientiert Leben mit Schreibaby bzw high need Kind geht also natürlich. Wichtig ist es dabei aber nicht nur die Bedürfnisse unserer Kinder im Blick zu haben, sondern auch die Gefühle und die Bedürfnisse von uns Müttern und Vätern ernst zu nehmen und sie zu befriedigen. 


Merkst du beim Lesen dieses Artikels dass es dir besonders schwer fällt die Tipps umzusetzen? Spürst du weiterhin eine Anspannung in dir die du von alleine eh nicht loslassen kannst?